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Liebe Freunde der Waldmannsburg

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Erst war es nur eine verrückte Idee, die einige Zünfter der Zunft zum Kämbel an einem eher feuchtfröhlichen Abend hatten: Es wäre doch toll, wenn wir die Ruine der Burg Dübelstein - wo einst Hans Waldmann, der grosse Feldherr, Bürgermeister von Zürich und Zunftmeister unserer Zunft hauste - käuflich erwerben könnten.

Unsere Nachforschungen ergaben rasch, dass die Ruine damals der Stadt Zürich gehörte, die diese gut 100 Jahre zuvor geschenkt bekam und seither für deren Unterhalt verantwortlich war. Erste Kontakte mit der Stadt wurden gesucht und siehe da: die Stadt war offen für Gespräche und offensichtlich froh, wenn sie einen Kostenfaktor weniger in ihrem Budget mitzutragen hätte.

So kam es, dass der 1997 aus Mitgliedern der Zunft zum Kämbel gegründete «Verein pro Waldmannsburg» 1998 die Burgruine samt Land zum symbolischen Preis von einem Franken erwerben konnte. Dies mit der Auflage, den Unterhalt der Ruine als beliebten Ausflugsort sicherzustellen. Sogleich wurden in Fronarbeit erste Sanierungsarbeiten in Angriff genommen, darunter auch die Ausgrabung des Sodbrunnens, der heute, nach unzähligen Arbeitsstunden eine Attraktion für die Besucher der Ruine darstellt.

Die Vision der Vereinsgründer war von Anfang an der teilweise Wiederaufbau der Burg mit dem Ziel, diese im Interesse der Gesamtbevölkerung noch besser nutzbar zu machen und so dem hochmittelalterlichen Bauwerk seine kulturelle und historische Bedeutung wieder zu geben. Es war klar, dass diese Vision nur erreicht werden kann, indem man in kleinen und umsichtigen Schritten vorging. In erster Linie ging es darum, dass Interesse der Öffentlichkeit zu wecken und auch einen Leistungsausweis des Vereins ausweisen zu können. So wurden in den letzten Jahren regelmässig öffentliche Feste mit Burgspielen und auch Gottdiensten durchgeführt und so die Sympathie breiter Kreise gewonnen. Nebst der Ausgrabung des Sodbrunnens wurde die Zugänglichkeit der Ruine mit Treppen und Ausebnungen verbessert und Mauern restauriert.

Dank der finanziellen Unterstützung des Kantons und der Stadt Zürich sowie vieler umliegender Gemeinden, konnten die umfangreichen Notizen der Ausgrabungen von Hans Erb aus den Jahren 1942/43 ausgewertet werden. Damit waren auch die Grundlage geschaffen, die zu im Jahre 2006 zur fast 200-seitigen Publikation „Vom Dübelstein zur Waldmannsburg" führte. Diese ist als Band 33 in der Schriftenreihe des Schweizerischen Burgenvereins erschienen und enthält nebst Angaben zur ursprünglichen Gestalt der Burg auch viele Abbildungen der bei den Ausgrabung entdeckten Fundgegenstände.

Mit allen diesen kleinen Schritten, kommen wir unserer Vision immer näher. Bereits bestehen erste Pläne und Animationen, wie der teilweise Wiederaufbau aussehen könnte. Doch es braucht noch Einiges, bis es so weit ist und wir sind dabei auf die Unterstützung und das Wohlwollen breiter interessierter Kreise angewiesen.

Wir danken bereits heute allen, die zur Realisierung unserer Vision beitragen und so mithelfen ein Kulturgut wieder zum Leben zu erwecken.

Prof. Dr. Albert A. Stahel
Präsident des Vereins pro Waldmannsburg

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